Raus: Sieben auf einen Streich

Montag, 01.08.2017 / schwaebische.de

Raus: Sieben auf einen Streich

Nur noch eine deutsche Spielerin hat am heutigen Dienstag die Möglichkeit, sich für das Hauptfeld der Knoll Open zu qualifizieren: Romy Koelzer - neben den deutschen Spielerinnen, die ohnehin für das Feld der 32 vorqualifiziert sind.

In der ersten Runde der Qualifikation beim mit 25 000 US-Dollar dotierten Tennis-Weltranglistenturnier in Bad Saulgau scheiterten am Montagnachmittag gleich sieben deutsche Spielerinnen im Erstrundenmatch. Am Dienstag stehen nun acht Partien der zweiten Qualifikationsrunde an. Von diesen 16 Spielerinnen qualifizieren sich die acht Siegerinnen für das Hauptfeld, das mit weiteren Partien bereits am Dienstagnachmittag startet.

Christina Singer-Bath, Trainerin im Württembergischen Tennis-Bund (WTB) und Albert Ender, WTB-Stützpunkttrainer, übten sich im Wettschütteln ihres Kopfes. Immer wieder blickte Anna Gabric, hoch gehandeltes Tennistalent, amtierende deutsche Jugendmeisterin fast verzweifelt zu ihren beiden Betreuern. Singer-Bath und Ender versuchten den Schützling aufzumuntern. „Auf geht’s, hopp Anna“ - Albert Ender klatschte immer wieder rhythmisch in die Hände, wohl auch um seinem Schützling Rhythmusgefühl zu vermitteln.

Gabric hatte gar nicht schlecht begonnen, gewann den ersten Satz mit 6:2, baute aber im zweiten Durchgang - wohl auch gehandicappt durch eine Verletzung - fast dramatisch ab. Am Ende des zweiten Satzes - diesen hatte Alona Fimona mit 6:3 gewonnen - musste sich Anna Gabric minutenlang behandeln lassen, gewann dann - frisch mit Kinesiotape auf dem Oberschenkel geschmückt - das este Aufschlagspiel mit 1:0, führte also, schlich aber ans Netz nach vorne und signalsierte ihrer Gegnerin, sehr zu deren Verwunderung, ihre Aufgabe.

Alle Spielerinnen sind da

Kurz zuvor hatte Turnierdirektor Gernot Maier noch freudestrahlend gelacht: „Ich muss Ihnen mal was erzählen. Also ich habe noch nie erlebt, dass alle Spielerinnen zum Sign-In der Qualifikation pünktlich erscheinen. Sogar die, die nur auf den Reserveplätzen sitzen“, sagte Maier. Also die Spielerinnen, die einspringen, wenn eine der vor ihnen gemeldeten Spielerinnen nicht zum festgelegten Einschreibetermin erscheint. „Wir haben immer einige Spielerinnen in Reserve, um das Feld aufzufüllen. Zum Beispiel aus der Schweiz“, signalisierte Maier diese Spielerinnen gar nicht gebraucht zu haben.

Derweil dürfte sich Maiers Miene mit dem Fortschreiten der Qualifikation etwas verfinstert haben. Denn mit Lena Rueffer, die ihre Wildcard für die Qualifikation mit ihrer Erstrundenniederlage nicht rechtfertigte, Lara Schmidt, Franziska Kommer, Katharina Gerlach, Anna Vecic und Pia Schwarz, scheiterten neben Gabric sechs weitere Spielerinnen in der Vorqualifikation.

Noch im Rennen ist dagegen die Biberacherin Carmen Schultheiß. Aufgrund der Absage einer anderen Spielerin erhält sie eine Wildcard direkt für das am Dienstag beginnende Hauptfeld.

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